Ölbilder, Aquarelle & Radierungen

Zu den Bildern


,,Mit ihren Arbeiten, besonders den Aquarellen, knüpft sie an beste österreichische Tradition an. Die feine Abstufung der Farbtöne, die erlesene Malweise lassen Einflüsse der Wiener Biedermeierkunst, der Blumenporträts eines Moritz Michael Daffinger, der Landschaften eines Rudolf von Alt, erkennen. Die Aquarell Malerei kann wohl zu Recht als die Königin des Malens bezeichnet werden. Die einfachsten Mittel, Pinsel, Wasser, ein paar Farbknöpfe - und doch die allerschwierigste Malweise. Es sind die nötige Spontaneität, die Schnelligkeit, der Endschluss und das Wissen darum, dass jede Korrektur ausgeschlossen ist, welche dem Malen in Wasserfarben die unverwechselbare Spannung verleihen. Das reine Aquarell, wie es zuerst die Engländer zu Ende des 18. Jahrhunderts - Thomas Girtin, William Turner und andere - zur Blüte brachten, beruht aus dem Malen mit transparenten Farben, das heißt dünn, also durchsichtig, werden die Farben hingesetzt, teils übereinander gemalt, sodass durch die Überlagerung andere Töne entstehen. Jeder weiß zum Beispiel, dass Blau und Gelb zu Grün werden. Da unter Allem und auch freistehend das Weiß des Papiers hindurch leuchtet - der Einsatz von Deckweiß ist beim echten Aquarell verpönt - entsteht ein besonderes Strahlen der Farben und so eine Leichtigkeit des ganzen Bildes. Damit ist es dem Künstler in die Hand gegeben, optische Erlebnisse ohne gleichen zu vermitteln. Dass sich das Aquarell im Besonderen dem Augenerlebnis der Natur, dem Gefüge einer Landschaft, der Farbenpracht eines Blumenstraußes erschließt, liegt auf der Hand. Ich möchte den Menschen mit meinen Bildern die Hoffnung und Lebensfreude weitergeben, die ich durch die Schöpfung empfinde.' sagt Judith Schimany. Kunst ist das geistige und kulturelle Gewissen der Gesellschaft. Die Begegnung mit ihr soll Anlass zur geistigen Besinnung, zur Suche nach sich selbst, kurzum zum Innehalten inmitten des Verschleißes einer hektischen und rücksichtslosen Welt sein. Wenn wir Kunst auf uns einwirken lassen, befinden wir uns auf einer Insel des emotionalen Menschseins in unserer überintellektualisierten und rationalisierten Gegenwart."
Dr. Gabriela Koschatzky


,,Aus in der Ölmalerei, im Aquarell und der Radierung gleichrangig gekonnten Umgang, nützt sie jede Technik zu einer Wiedergabe der Realität zwischen Traumbild und Sachlichkeit. Ihre sublimen Farbmodulationen in Grün schöpfen aus einer besonderen Begabung: Einfache Gärten zu Paradiesen zu machen; Auen, Felsen und südliche Küsten in eine Ideallandschaft, jenes Arkadien, zu verwandeln. Dabei sind die alltäglichen Dinge wie auch in den Stillleben der Künstlerin ins Besondere gehoben: Palmenhaus, Seerosen, trockene Blumen, bunte Steine bekommen eine stark lyrische Ausstrahlung. Wien ist in den Ansichten des Biedermeierfriedhofs in St.Marx und den stillen Wassern der Lobau vertreten, unspektakuläre Orte, die wir als Stadturwälder aber besonders schätzen und als Oasen benützen. In diesem Walddickicht mit moosigen Böden sind keine Menschen zu sehen, aber es sind Einladungen an den Betrachter, sich selbst darin zu sehen."
Dr. Brigitte Borchherdt-Birbaumer


"Wie jetzt, hat Rudolf von Alt die Lobau gemalt? Verblüffend nah an die Kunst des Biedermeier reichen die Bilder von Judith Schimany. Hier ist nichts abstrakt und nichts modern: Dafür zaubert die Malerin eindringliche Landschaftsbilder, die mit fein abgestuften Farbtönen und Präzision den Blick fürs Detail schärfen. Ein Garten wird zum Paradies, ein Blumenstrauß zur Wiese."
Die Stadtspionin


,,In der Malerei möchte ich die Wirklichkeit erkennen und abbilden, ein wahrhaftiges Bild eines Stücks Natur, zu der auch wir selbst gehören, wiedergeben und den Betrachter dazu anregen,das Eigentliche, das der Flut der Bilder zugrunde liegt, zu suchen,den eigenen Blickwinkel, den besonderen Platz im Universum, den jeder Mensch inne hat. Ich möchte die Schönheit und Einmaligkeit der Schöpfung darstellen und die Freude, die ich selbst daran habe, weitergeben."
Judith Schimany